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Was ist jetzt zu tun...

im Gemüse-, Kräuter- und Obstgarten?

November/Dezember...

Im Gemüsegarten wird es immer leerer. Unter Vlies halten sich noch Salate und Endivien, überleben sogar hier leichten Frost. Im Laufe des Monats nutzt man trockenes Wetter zur Ernte von Wurzelgemüse: Möhren, Rote Bete, Sellerie, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Rettiche und Chicoréewurzeln bringt man so unter, dass sie möglichst lange frisch bleiben. Ist allerdings abzusehen, dass Möhren, Rettiche und Rote Bete bis Weihnachten verbraucht sind, lässt man sie besser auf dem Beet, deckt sie hoch mit trockenem Falllaub ab und breitet noch Vlies über.

Größere Mengen schlägt man in einem möglichst kühlen und luftfeuchten Keller in Sand ein und verbraucht alles zügig. Im Frühbeet lagert man eher kistenweise kurzfristig ein, deckt Fenster auf, lüftet jedoch bei frostfreier Witterung und schließt erst bei Frost. Zusätzliche Abdeckung mit Styroporplatten o.ä. sichert weiter gegen Verluste ab. 

Ist der Spätherbst vergleichsweise milde, gibt es immer noch frisches Gemüse aus dem Garten: Grünkohl, Feldsalat, Winterspinat. Das geht aber nicht mehr lange so, es sei denn, ein Vlies deckt und schützt das Gemüse und erster Schnee kann abgeschüttelt werden. Wurden rechtzeitig Spinat und Feldsalat auch im Frühbeet gesät und Endivien gepflanzt, kann man noch bis Ende des Monats ernten. Freie Frühbeete dienen als Einschlag für Rosenkohl, Grünkohl, Porree. Das lohnt jedoch nur, wenn es sich um größere Mengen handelt. Kleinere Mengen macht man küchenfertig und friert sie ein. Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete, Rettiche, hält sich an diesem Platz prima frisch. Selbst frostharte Schwarzwurzeln und Pastinaken bringt man im Frühbeet unter, weil man dann bequem auch bei Frost an sie heran kann. Wurzeln von Chicorée, Petersilie, Löwenzahn treibt man an kühlem Platz.

Noch einmal kümmert man sich um den Komposthaufen, setzt ordentlich auf und impft mit reifem Kompost oder und einem guten Präparat aus Effektiven Mikroorganismen (z.B. MikroVeda® TERRA). Danach deckt man mit schwarzer Folie ab. Zum Schluss werden alle Geräte noch einmal gründlich gesäubert und trocken untergebracht.


bei Zierpflanzen in Haus und Garten?

<p>Möglichst in der ersten Monatshälfte setzt man winterharte frühjahrs- und sommerblühende Zwiebel- und Knollengewächse, falls man im Oktober nicht dazu gekommen ist. Für etliche nicht winterharte Zwiebeln und Knollen wird es höchste Zeit, sie aufzunehmen und sachgemäß frostfrei unterzubringen. Auch um die Kübelpflanzen muss man sich kümmern. Ein vorspringendes Dach schützt sie ausreichend, so dass man sie noch nicht ins Haus bringen muss.</p>

<p>Ebenfalls möglichst früh pflanzt man laubabwerfende Gehölze, damit deren Wurzeln noch vor Winterbeginn anwachsen. Folgende Maßnahmen unterstützen dies: 1. Vor der Pflanzung Gehölze mit den Wurzeln mehrere Stunden in Wasser stellen, bei Pflanzen in Containern vor dem Pflanzen die Wurzelballen vorsichtig etwas auflo-ckern, besonders wichtig bei stark durchwurzelten Containerballen. 3. Nach dem Pflanzen fest antreten und gründlich angießen, auch bei offenbar genügend feuchter Erde, damit das Wasser die Bodenteilchen an die Wurzeln heranschlämmt. 4. Im Wurzelbereich mulchen. 5. Rückschnitt der Triebe um etwa ein Drittel, schwache Triebe ganz entfernen. Beetrosen können schon angehäufelt werden. Vorher schneidet man recht lange Triebe etwas zurück, damit das Einwintern etwas einfacher wird. Der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst nach dem Winter.</p>

<p>Der Dezember ist zwar meist nicht der kälteste Monat des Jahres, sondern der Januar, dennoch kann es über Nacht plötzlich Winter und ernst für kälteempfindliche Gewächse werden. Darum steht der Schutz solcher Pflanzen auf dem Programm. Rosen werden hoch angehäufelt und Fichtengrün oder anderes schattierendes Material bereitgelegt. Auch wintergrüne Polsterstauden an Südböschungen sind für hellen Schatten dankbar, ebenso Zweijahrsblumen mit ihren Blattpolstern. Auf die Wurzelscheiben von Halbsträuchern wie winterharten Fuchsien, Bartblume und Silberstrauch legt man Mulchmaterial. Kein Laub unter Laubgehölzen entfernen, sondern unbedingt als schützende Bodendecke und Humuslieferant liegenlassen. Dagegen Falllaub von Rasenflächen und Wegen entfernen, unter immergrünen Laub- und Nadelgehölzen ausbreiten. Bei vorhandenen Teichen muss bei Frost immer ein Loch in der Eisdecke frei bleiben, damit Sauerstoff ins Wasser gelangt. </p>


im Obstgarten?

In der Vegetationsruhe von November bis März können wurzelnackte Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt werden. Eine frühe Pflanzung im November oder Dezember ist grundsätzlich vorzuziehen, da die Gehölze dann bis zum Frühjahr neue Wurzeln bilden können und damit nach dem Austrieb nicht so empfindlich auf Trockenphasen reagieren. Bevor man allerdings ans Pflanzen geht, sollte man sich Gedanken über die spätere Baumform und -größe machen. Sogenannte Spindeln oder Spindelbüsche eignen sich besonders für kleine Gärten. Sie sind im Allgemeinen auf schwachwachsenden Unterlagen veredelt und erreichen beim Apfel Endhöhen zwischen zwei und drei Metern, bei Süßkirschen und Zwetschgen zwischen drei und vier Metern. Auch Obsthecken, zum Beispiel als Abgrenzung zum Nachbargrundstück, lassen sich mit Spindelbüschen gut erziehen. Spindelbüsche haben eine tannenbaumähnliche Form mit einem durchgehenden Mittelstamm, der ab einer Höhe von etwa 70 Zentimetern gleichmäßig mit Seitenästen garniert ist.

Die Spindelform ist zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache. Viele wünschen sich für ihren Garten einen „richtigen“ Baum mit freiem Stamm und ausladender Krone, der im Sommer eventuell auch noch als Schattenspender dienen kann. Diese Ansprüche erfüllen sogenannte Halb- oder Hochstämme mit Stammhöhen zwischen 120 und 180 Zentimetern. Solche Baumformen benötigen stärkere Unterlagen und in den ersten Jahren einen Stützpfahl. Sie erreichen Endhöhen zwischen fünf und 10 Metern. Für die Erziehung von Halb- und Hochstämmen werden mittelstark bis starkwachsende Unterlagen verwendet. Der Ertrag setzt daher deutlich später ein als bei Spindelbüschen. 

Nach dem Auslichtungsschnitt bringt jeder triebkräftige Obstbaum eine Vielzahl junger Triebe hervor. Viele stehen zu dicht, manche falsch, so dass ausgelichtet werden muss. Zum Grundgerüst eines Baumes gehören Leit- und Nebenäste, meist auch ein Mittelleitast. Jeder dieser Äste soll nur einen jungen Verlängerungstrieb mit deutlicher Führung behalten. Während für die unteren Äste jeweils ein kräftiger, aufstrebender Endtrieb in Frage kommt, soll dieser im Mittel- bis Oberteil der Krone schwächer sein und möglichst waagerecht auslaufen. Als Mittelleitastverlängerung sucht man sich aus einer größeren Zahl von Jungtrieben einen schwächeren aus, der recht tief steht, um das Höhenwachstum nicht unnötig zu fördern.

Die Oberseitentriebe der Leit- und Nebenäste sind zum größten Teil mit Astring zu entfernen. Man geht hierbei nicht ganz so rigoros vor wie bei einem verjüngten Baum. Je höher die Triebe ansetzen und je kräftiger sie sind, desto weniger wird der Wegschnitt zu umgehen sein. Bei Konkurrenztrieben, die auch zu den Oberseitentrieben zählen, macht man solche Ausnahmen nur ganz selten. Ein Sonderfall sei herausgestellt: Einzelne Oberseitentriebe an aufgekahlten Stellen der älteren Astpartien kann man erhalten, um sie mit jungem Grün zu beleben.

Die starken Senkrechtschösslinge im oberen Kronenteil sind auch ziemlich radikal wegzuschneiden. Die wichtigsten Jungtriebe in einer erneuerten Baumkrone stehen seitlich an den Leit- und Nebenästen und an deren Abzweigungen. Jungholz ist hier weitgehend zu schonen, da es als späteres Fruchtholz das beste Obst bringt. Muß ausgelichtet werden, dann entfernt man zunächst das alte, vorwiegend hängende Fruchtholz insbesondere Ringelspieße und alte Fruchtbogen. Der Schnitt erfolgt dann bis zu einem Jungtrieb, damit dieser am Ende des Fruchzweigleins steht. Viele Jungtriebe entspringen älterem Fruchtholz und verjüngen es gleichzeitig. Dieser angepasste Nachschnitt verbessert auch die Widerstandskraft gegen Krankheiten und „Schädlinge“.