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Foto: Foztografci / Fotolia
Ostseestrand bei Prerow/Deutschland

Mehrweg fürs Meer

Müllvermeidung in Strandnähe: NABU startet ein Pilotprojekt.

Im Einsatz gegen die Vermüllung der Ostsee hat der NABU gemeinsam mit lokalen Partnern ein neues Pilotprojekt auf der Ostseeinsel Fehmarn gestartet. Dort können Strandurlauber künftig selbst entscheiden, ob sie anstatt auf Einweggeschirr auf eine umweltfreundliche Mehrwegvariante setzen, wenn sie ihr Fischgericht, Pommes-Frites oder eine Quarkspeise mit an den Strand nehmen wollen. „Mit dem NABU-Projekt „Mehrweg fürs Meer“ wollen wir zeigen, wie einfach es sein kann, am Strand Müll zu vermeiden, bevor er achtlos weggeworfen eine Gefahr für Tiere und Menschen durch die Zersetzung im Meere werden kann“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Ab sofort können Kunden in beteiligten Restaurants die Verpflegung für den Besuch am Strand im umweltfreundlichen Mehrweggeschirr erhalten. Nach dem Verzehr kann das Geschirr bei einem beliebigen teilnehmenden Partner wieder abgegeben werden und verbleibt so im Kreislauf. Der NABU hofft, dass in Zukunft weitere Kommunen und gastronomische Betriebe Mehrwegalternativen anbieten und das Engagement entlang der Küsten zum Schutz unserer Meere ausgeweitet werden kann.


Foto: Rexandpan / Fotolia
Fresh from the farm

100 % organic fresh from the farm

Ökolandbau legt in USA kräftig zu

Die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe in den Vereinigten Staaten ist laut dem Informationsdienst Agra-Europe im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf etwa 21800 gestiegen. Seit Beginn der Zählung im Jahr 2002 hat sie sich um fast 300 Prozent erhöht. Auch der Umsatz mit Biolebensmitteln kletterte laut dem Branchenverband Organic Trade Association (OTA) im Vorjahr um elf Prozent auf 43,3 Milliarden Dollar (38,9 Mrd. Euro). Damit lag die Wachstumsrate im Biosektor deutlich über der des gesamten US-amerikanischen Lebensmittelmarktes (drei Prozent).


Foto: Boudane / Fotolia
Regenwald in Asien

Regenwald in Asien

Tag der Tropenwälder

Bereits seit 27 Jahren wird am 14.09 auf die zunehmende Bedrohung der tropischen Regenwälder aufmerksam gemacht. Warum? Alle zwei Sekunden zerstört der Mensch ein Stück Regenwald, so groß wie ein Fußballfeld! Auch der Verein OroVerde ist seit 1989 aktiv und macht sich für den Tropenwaldschutz stark. Das Ziel: Das grüne Gold unserer Erde muss bewahrt werden!
Tropische Regenwälder sind die grünen Schatzkammern unserer Erde: atemberaubend, einzigartig und geheimnisvoll. Mit ihrem Dschungel aus Bäumen, Sträuchern, Farnen und Moosen gleichen sie einem riesigen grünen Ozean. Tropenwälder sind HotSpots der Artenvielfalt: Über die Hälfte aller bekannten Tier- und Pflanzenarten leben in tropischen Regenwäldern. Als eine der größten natürlichen Apotheke der Welt, beherbergen die Tropenwälder außerdem unzählige Heilpflanzen. Ihre Heilstoffe werden in vielen Medikamenten verwendet und finden sich auch in unseren heimischen Apotheken wieder. Tropische Regenwälder sind faszinierende und sehr komplexe Ökosysteme, deren Erhalt für das ökologische Gleichgewicht von großer Bedeutung ist. Mit jedem Hektar Tropenwald verschwinden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In ihrem 2016 veröffentlichten Bericht State of the world's forests geht die FAO von jährlichen netto Waldverlusten (2000 bis 2010) in tropischen Gebieten von etwa sieben Millionen Hektar aus.


Foto: Kaeptn-Chemnitz/ Fotolia
Wiesenpieper

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands vorgelegt

Der Wiesenpieperbestand ist dramatisch zurückgegangen.

Im August wurde die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands von einem Fachgremium veröffentlicht. Deutscher Rat für Vogelschutz (DRV), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern sehen mit Sorge, dass gerade bisherige „Allerweltsarten“ wie Rauch- und Mehlschwalbe oder auch der Haussperling immer seltener werden“, so der Präsident des DRV und LBV Artenschutzreferent Andreas von Lindeiner. „Der negative Trend bei ehemals häufigen Arten wie Mauersegler, Feldlerche und Kiebitz, der uns aus verschiedenen Regionen Deutschlands gemeldet wurde, hat sich bundesweit bestätigt“, ergänzt Lars Lachmann, Referent für Vogelschutz und Ornithologie des NABU. Äußerst dramatisch sei der Bestand des Wiesenpiepers zurückgegangen, so die Experten, eine vormals weit häufige Art in Deutschland.

Den größten Verlust haben die im Offenland brütenden Arten zu verzeichnen. Knapp drei Viertel dieser Arten ist bereits gefährdet oder sogar ausgestorben. Rechnet man die Arten der Vorwarnliste hinzu, sind es sogar 87 Prozent. „Es fehlt den Vögeln an geeigneten Brutplätzen und an Nahrung. Dies hat vorrangig mit der intensiven Landnutzung und Zersplitterung der Lebensräume zu tun. Ebenfalls bedeutsam ist das dramatische Insektensterben, das in direktem Zusammenhang mit der intensiven Landbewirtschaftung steht und den Vögeln die Nahrungsgrundlage entzieht“, betonen die Verbände. Die Vogelschutzverbände freuen sich jedoch gleichzeitig darüber, dass sich die Bestände ehemaliger Sorgenkinder des Naturschutzes wie Weißstorch und Seeadler dank erfolgreicher Schutzbemühungen deutlich erholt haben.